Ja, Sie können Ihre Festnetznummer mitnehmen. Seit 1. Dezember 2021 ist die Rufnummernmitnahme für Verbraucher kostenlos. Sie brauchen den bisherigen Anbieter, Vorwahl und Rufnummer, und der Inhaber muss übereinstimmen. Kündigen Sie den alten Vertrag nicht vorab selbst. Bei einem Umzug in ein anderes Ortsnetz bleibt die Nummer in der Regel nicht erhalten.
Kann ich meine Festnetznummer mitnehmen?
Ja, bei einem Anbieterwechsel dürfen Sie Ihre bisherige Festnetznummer in der Regel behalten. Dieser Vorgang heißt Rufnummernmitnahme oder Portierung. Der neue Anbieter beantragt die Übertragung bei Ihrem bisherigen Anbieter. Sie müssen sich nicht selbst darum kümmern.
Bei festnetzangebot.de wählen Sie im Formular, ob Sie eine neue Nummer möchten oder Ihre bisherige mitnehmen. Telefonanbieter und Vertragspartner ist die Paketsparer GmbH, Berlin. Die Nummer hat nach außen eine normale Ortsvorwahl, die Gespräche laufen aber über das Mobilfunknetz.
Wichtig: Die Nummer bleibt in der Regel nur innerhalb ihres bisherigen Vorwahlbereichs erhalten.
Was kostet die Rufnummernmitnahme?
Für Verbraucher ist die Rufnummernmitnahme seit 1. Dezember 2021 kostenlos. So regelt es das Telekommunikationsgesetz (TKG). Es gibt also keine Portierungsgebühr, auch nicht beim Anbieter, den Sie verlassen.
Zusätzlich fallen bei uns die normalen Vertragskosten an. Eine Anschlussgebühr gibt es nicht (0 €). Beispiel: Ihre Mutter nimmt ihre Nummer mit, bekommt Tarif 1 und die Telefonbox. Dann zahlt sie in 24 Monaten 24 x 9,95 € = 238,80 €, dazu einmalig 79,90 € für die Box und 6,95 € Versand. Das ergibt 325,65 € insgesamt.
| Beispiel über 24 Monate | Monatlich | Gerät | Versand | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Tarif 1 mit Telefonbox | 24 x 9,95 € = 238,80 € | 79,90 € | 6,95 € | 325,65 € |
| Tarif 1 nur SIM-Karte | 24 x 9,95 € = 238,80 € | 0 € | 0 € | 238,80 € |
| Tarif 2 mit Gigaset Comfort 600 SIM | 24 x 19,95 € = 478,80 € | 69,90 € | 6,95 € | 555,65 € |
Welche Daten brauche ich für die Portierung?
Für die Mitnahme brauchen Sie vier Angaben, und sie müssen exakt stimmen. Am besten halten Sie die letzte Rechnung Ihres bisherigen Anbieters bereit. Dort steht fast alles.
- Name des bisherigen Anbieters
- Vorwahl, zum Beispiel die Ortsvorwahl Ihrer Stadt
- Rufnummer ohne Vorwahl
- Inhaber des bisherigen Anschlusses, genau so geschrieben wie im Vertrag
- Bei mehreren Nummern: nur die Nummer angeben, die Sie wirklich mitnehmen wollen
Der Inhaber im neuen Vertrag muss mit dem Inhaber des alten Anschlusses übereinstimmen.
Wie läuft die Rufnummernmitnahme Schritt für Schritt ab?
Die Bestellung geht in vier Schritten direkt auf der Seite. Die Portierung selbst läuft danach zwischen den Anbietern.
- Tarif und Gerät wählen, zum Beispiel Telefonbox, Gigaset Comfort 600 SIM, Tischtelefon Simvalley oder nur SIM-Karte.
- Bei „Rufnummer“ die Mitnahme der bisherigen Nummer wählen und die oben genannten Daten eintragen.
- Persönliche Daten eingeben. Sie können für eine andere Person bestellen und eine abweichende Lieferadresse angeben.
- Alles prüfen und absenden. Danach wird die Übertragung der Nummer vorbereitet.
- Das Gerät oder die SIM-Karte kommt per Post. Strom und ausreichender Mobilfunkempfang am Aufstellort sind nötig. Router, Techniker oder Hausanschluss brauchen Sie nicht.
Wann sollte ich den alten Vertrag kündigen?
Kündigen Sie den alten Vertrag nicht auf eigene Faust vorab. Lassen Sie ihn über die Portierung beenden oder warten Sie die Portierung ab. Wird der alte Anschluss abgeschaltet, bevor die Nummer übertragen ist, kann die Nummer verloren gehen.
Beachten Sie auch die Laufzeit des alten Vertrags. Läuft er noch, klären Sie das Vertragsende vorher. Die Portierung soll möglichst nahtlos zum Ende des alten Vertrags erfolgen. Eine kurze Unterbrechung ist trotzdem möglich. Planen Sie das ein, besonders wenn Sie auf das Telefon angewiesen sind.
Ist die Nummer schon weg, hilft die Seite alte Telefonnummer wiederbekommen weiter. Für die Übergangszeit können Sie eine Rufumleitung auf das Handy einrichten.
Was passiert mit meiner Nummer bei einem Umzug?
Eine Festnetznummer ist an das Ortsnetz gebunden. Bleiben Sie im selben Vorwahlbereich, können Sie die Nummer in der Regel behalten. Ziehen Sie in einen Ort mit anderer Vorwahl, geht das normalerweise nicht. Dann bekommen Sie eine neue Nummer mit neuer Vorwahl.
Beispiel: Eine Frau zieht innerhalb ihrer Stadt vom Einfamilienhaus ins betreute Wohnen. Die Vorwahl bleibt gleich, die Nummer meist auch. Zieht sie zu ihrer Tochter in eine andere Stadt, ändert sich die Vorwahl. Informieren Sie dann Familie, Arzt und Apotheke rechtzeitig über die neue Nummer. Ob in Ihrem Fall eine Ausnahme möglich ist, klären Sie vor der Bestellung.
Warum wird eine Portierung abgelehnt?
Der häufigste Grund sind abweichende Angaben. Schon eine andere Schreibweise des Namens oder eine falsche Vorwahl kann reichen. Prüfen Sie die Daten deshalb vor dem Absenden mit der alten Rechnung.
Typisch ist dieser Fall: Der alte Vertrag läuft noch auf den Namen des Ehemanns, bestellt wird aber auf den Namen der Ehefrau. Das passt nicht zusammen. Klären Sie vorab mit dem bisherigen Anbieter, wie der Inhaber geändert wird.
| Typischer Fehler | So vermeiden Sie ihn |
|---|---|
| Name weicht ab | Schreibweise exakt wie im alten Vertrag eintragen |
| Adresse weicht ab | Anschrift des bisherigen Anschlusses prüfen, Lieferadresse separat angeben |
| Falsche Vorwahl oder Nummer | Mit der letzten Rechnung abgleichen |
| Alter Vertrag schon gekündigt | Portierung abwarten, nicht vorab abschalten lassen |
Checkliste vor der Bestellung
Mit dieser Liste vermeiden Sie die meisten Probleme. Angehörige können sie gemeinsam mit den Eltern abhaken.
- Letzte Rechnung des bisherigen Anbieters liegt vor
- Inhaber, Vorwahl und Rufnummer sind geprüft
- Kein Umzug in einen anderen Vorwahlbereich geplant
- Alten Vertrag nicht selbst vorab abschalten
- Strom und Mobilfunkempfang am Aufstellort sind vorhanden
- Gerät passt zur Person: große Tasten, Notruftaste oder vorhandenes Telefon
Wann passt das Angebot nicht?
Das Angebot enthält kein Internet und kein Datenvolumen. Wenn Sie auch Internet brauchen, passt es nicht. Dafür gibt es den DSL-Vergleich auf dslvertrag.de. Reine Telefonanschlüsse ohne Internet werden bei den großen Konzernen für Neukunden kaum noch angeboten, meist gibt es Kombi-Pakete.
Haben Sie ein Hausnotrufgerät, fragen Sie vorher beim Hausnotruf-Anbieter, ob es mit Telefonbox oder SIM funktioniert. Das hängt vom Gerät ab. Wie es mit dem Kupfernetz weitergeht, steht auf der Seite Kupferabschaltung. Es gibt keinen einheitlichen bundesweiten Stichtag, Betroffene werden vorher informiert.