Eine gekündigte Telefonnummer zurückzubekommen ist manchmal möglich, aber nie sicher. Ohne Portierung geht die Nummer an den Anbieter zurück und wird nach einer Sperrfrist oft neu vergeben. Fragen Sie deshalb sofort beim alten Anbieter nach. Künftig gilt: Nummer mitnehmen (portieren), statt den Vertrag einfach zu kündigen.
Kann man eine gekündigte Telefonnummer zurückbekommen?
Manchmal ja, aber es gibt keine Garantie. Entscheidend ist, ob die Nummer noch beim alten Anbieter ruht oder schon an andere Kunden vergeben wurde. Je früher Sie nachfragen, desto besser sind die Chancen.
Ein Beispiel: Eine Frau, 82, kündigt ihren Anschluss, weil sie in eine kleinere Wohnung zieht. Sie geht davon aus, dass die Nummer ihr bleibt. Einige Wochen später ruft der Sohn dort an und erreicht niemanden mehr. Hätte die Familie sofort beim Anbieter nachgefragt, wäre die Nummer vielleicht noch zu retten gewesen.
Was passiert mit der Nummer nach der Kündigung ohne Portierung?
Die Nummer geht in der Regel an den Anbieter zurück. Sie gehört Ihnen nicht dauerhaft, Sie nutzen sie nur im Rahmen des Vertrags. Wird sie nicht zu einem neuen Anbieter mitgenommen, endet Ihr Nutzungsrecht mit dem Vertragsende.
Danach kann der Anbieter die Nummer nach einer Sperrfrist neu vergeben. Anrufer hören dann zuerst eine Ansage oder ein Besetztzeichen. Später erreichen sie womöglich fremde Personen. Das ist für Angehörige, Ärzte und Pflegedienste unangenehm, weil sie die alte Nummer weiter im Telefon gespeichert haben.
Wie lange wird eine Telefonnummer gesperrt?
Eine einheitliche Frist, auf die Sie sich verlassen können, nennen wir nicht. Oft sind es mehrere Monate, doch jeder Anbieter handhabt das anders. Auch ob die Nummer in dieser Zeit noch für Sie reserviert bleibt, ist nicht überall gleich.
Fragen Sie deshalb konkret nach: Ist meine Nummer noch frei? Bis wann? Kann sie zu einem neuen Anbieter mitgenommen werden? Lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben, etwa per E-Mail oder Brief. Mündliche Auskünfte an der Hotline sind später schwer nachzuweisen.
Was sollten Sie sofort tun?
Handeln Sie noch am selben Tag, an dem Ihnen der Verlust auffällt. Jede Woche erhöht das Risiko, dass die Nummer schon neu vergeben ist.
- Alten Anbieter kontaktieren, per Hotline und zusätzlich schriftlich.
- Vertragsnummer, alte Rufnummer und Namen des Vertragsinhabers bereithalten.
- Fragen, ob die Nummer noch reserviert ist und ob sie mitgenommen werden kann.
- Bei Zusage: neuen Anbieter beauftragen und die Nummer bei der Bestellung angeben.
- Bei Absage: Neue Nummer wählen und das Umfeld informieren.
Ein Anspruch auf die alte Nummer lässt sich daraus nicht ableiten, es hängt vom Einzelfall ab.
Wann klappt es eher nicht, und wann passt unser Angebot nicht?
Es klappt meist nicht mehr, wenn die Nummer bereits an einen anderen Kunden vergeben wurde. Dann hilft auch kein neuer Anbieter. festnetzangebot.de ist kein Netzbetreiber und kann gekündigte Nummern nicht zurückholen. Vertragspartner ist die Paketsparer GmbH, Berlin.
Auch sonst passt das Angebot nicht immer. Wenn Sie Internet brauchen, ist ein Tarif ohne Datenvolumen die falsche Wahl. Dann hilft der DSL-Vergleich auf dslvertrag.de. Außerdem brauchen Sie am Aufstellort Strom und ausreichenden Mobilfunkempfang, denn die Gespräche laufen über das Mobilfunknetz.
Wie geht die Nummer künftig nicht mehr verloren?
Portieren Sie die Nummer, statt den Vertrag selbst zu kündigen. Der neue Anbieter holt die Nummer beim alten ab und kümmert sich um das Ende des alten Vertrags. Die Rufnummernmitnahme ist seit dem 1. Dezember 2021 für Verbraucher kostenlos. Mehr dazu lesen Sie unter Festnetznummer behalten.
Für die Mitnahme brauchen Sie den bisherigen Anbieter, die Vorwahl, die Rufnummer und den Inhaber. Der Name muss mit dem alten Vertrag übereinstimmen. Kündigen Sie den alten Vertrag erst, wenn die Portierung läuft oder abgeschlossen ist.
- Alten Vertrag nicht vorab selbst kündigen.
- Name des Inhabers exakt wie im alten Vertrag angeben.
- Vorwahl nicht vergessen.
- Bei Bestellung für die Eltern: Inhaberdaten der Eltern verwenden.
- Erst abwarten, bis die Nummer auf dem neuen Anschluss läuft.
Wie läuft die Mitnahme bei festnetzangebot.de ab?
Sie können bei der Bestellung eine neue Nummer wählen oder Ihre bisherige Festnetznummer mitnehmen. Das Formular hat vier Schritte: Tarif & Gerät, Rufnummer, Daten, Prüfen. Sie dürfen auch für eine andere Person bestellen, zum Beispiel für Ihre Mutter, und eine abweichende Lieferadresse angeben.
Technisch steckt eine SIM-Karte in der Telefonbox oder im Telefon. Nach außen bleibt es eine normale Festnetznummer mit Ortsvorwahl. Kein Router, kein Techniker, kein Hausanschluss nötig. Beide Tarife laufen 24 Monate, es gibt keine Anschlussgebühr und 14 Tage Widerrufsrecht. Tarif 1 kostet 9,95 € im Monat mit Festnetz-Flat, Handy-Anrufe 0,29 € pro Minute. Tarif 2 kostet 19,95 € mit Flat in Festnetz und alle deutschen Handynetze.
| Variante | Monatlich | 24 Monate | Gerät und Versand | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Tarif 1 mit Telefonbox | 9,95 € | 238,80 € | 86,85 € | 325,65 € |
| Tarif 2 mit Telefonbox | 19,95 € | 478,80 € | 86,85 € | 565,65 € |
| Tarif 1 nur SIM-Karte | 9,95 € | 238,80 € | 0,00 € | 238,80 € |
Telefonbox 79,90 € plus Versand 6,95 €; bei Nur SIM entfallen Gerät und Versand. Details finden Sie unter Angebot.
Was tun, wenn die Nummer endgültig weg ist?
Dann hilft nur ein sauberer Neustart mit neuer Nummer. Informieren Sie alle, die Sie erreichen müssen. Das geht am besten mit einer Liste, die Angehörige gemeinsam abarbeiten. Neue Nummer und Gerät bestellen Sie direkt in der Bestellung.
- Kinder, Enkel und Nachbarn per Anruf oder Karte informieren.
- Hausarzt, Apotheke und Pflegedienst eine neue Nummer geben.
- Bank, Versicherungen und Krankenkasse die Änderung melden.
- Hausnotruf-Anbieter informieren, falls dort die alte Nummer hinterlegt ist.
- Neue Nummer groß auf einen Zettel am Telefon schreiben.