Ein analoger Telefonanschluss überträgt Sprache klassisch über die Kupferleitung. Neue reine Analoganschlüsse sind kaum noch zu bekommen, Ihre alten Analogtelefone können Sie aber weiter nutzen. Mit einer Telefonbox und SIM-Karte laufen sie als normaler Festnetzanschluss mit Ortsvorwahl, ohne Router und ohne Techniker.
Was bedeutet ein analoges Telefon?
Ein analoges Telefon ist ein Gerät, das Sprache als elektrisches Signal über eine Zweidrahtleitung sendet. Gemeint sind das klassische Tischtelefon mit Kabel und das schnurlose Telefon mit Basisstation, sofern die Basis an einer Telefondose hängt.
Ein Beispiel: Das graue Tastentelefon im Flur Ihrer Mutter ist ein Analogtelefon. Es funktioniert seit Jahrzehnten. Entscheidend ist heute nicht mehr das Gerät, sondern die Technik dahinter. Viele Anschlüsse arbeiten intern ganz anders, das alte Telefon kann trotzdem weiterlaufen.
Analog, ISDN, IP oder Mobilfunk-Festnetz: Was ist der Unterschied?
Die vier Begriffe beschreiben, wie Ihr Gespräch zum Gesprächspartner kommt. Für Sie am Telefon fühlt sich alles ähnlich an, die Voraussetzungen unterscheiden sich aber deutlich.
| Art | So funktioniert es | Was Sie brauchen |
|---|---|---|
| Analog | Sprache als Signal über Kupferleitung | Telefondose, Kupferanschluss |
| ISDN | Digitale Übertragung über Kupfer, mehrere Rufnummern möglich | ISDN-Anschluss, passende Geräte |
| IP/VoIP | Sprache als Datenpakete über das Internet | Internetanschluss und Router |
| Mobilfunk-Festnetz | Gespräche über das Mobilfunknetz, nach außen eine Festnetznummer | SIM-Karte, Strom, Mobilfunkempfang |
Beim Mobilfunk-Festnetz von festnetzangebot.de steckt die SIM-Karte in einer Telefonbox oder einem Telefon, ein Hausanschluss ist nicht nötig.
Was ist die TAE-Dose und was bedeuten F und N?
Die TAE-Dose ist die klassische Telefonsteckdose in der Wohnung. TAE steht für Telekommunikations-Anschluss-Einheit. Die Buchstaben zeigen, welches Gerät hineingehört.
F steht für Fernsprecher, also das Telefon. N steht für Nicht-Fernsprecher, also Zusatzgeräte wie Faxgerät oder Anrufbeantworter. Die Stecker sind mechanisch codiert, damit man sie nicht verwechselt. Eine Dose mit zwei F-Buchstaben nimmt zwei Telefone auf. Ein Telefon gehört in die F-Buchse.
Welche Spannung hat ein Telefonanschluss?
Am klassischen Analoganschluss liegen im Ruhezustand etwa 60 Volt Gleichspannung an der Leitung. Beim Abheben sinkt sie, beim Klingeln kommt ein Rufsignal hinzu. Das ist eine Schutzkleinspannung, trotzdem sollten Sie nicht an Leitungen oder Dosen basteln.
Bei der Telefonbox spielt das für Sie keine Rolle. Die Box bezieht ihren Strom aus der Steckdose. Bei Stromausfall ist sie daher in der Regel nicht nutzbar. Wer darauf angewiesen ist, sollte das bei der Planung bedenken, etwa mit einem geladenen Handy als Reserve.
Wie lange kann man noch analoge Telefone betreiben?
Das Telefon selbst können Sie weiter nutzen, solange es funktioniert und einen passenden Anschluss hat. Die Frage ist eher, wie lange es den klassischen Analoganschluss gibt. Das Kupfernetz wird schrittweise und regional durch Glasfaser ersetzt. Einen einheitlichen bundesweiten Stichtag für Endkunden gibt es nicht. Betroffene werden vorher informiert.
Reine Telefonanschlüsse ohne Internet bieten die großen Konzerne Neukunden kaum noch an, meist gibt es nur Kombis mit Internet. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite zur Kupferabschaltung.
Alte Analogtelefone weiter nutzen: Telefonbox statt Umbau
Mit der Telefonbox für 79,90 € (einmaliger Kauf) stecken Sie ein vorhandenes schnurgebundenes oder schnurloses Telefon ein. Die SIM-Karte sitzt in der Box, die Gespräche laufen über das Mobilfunknetz. Nach außen haben Sie eine normale Festnetznummer mit Ortsvorwahl. Ob Ihr Stecker passt, prüfen Sie vor der Bestellung in der Gerätebeschreibung. Mehr zur Telefonbox finden Sie auf der Gerätseite.
Beispiel: Eine Mutter, 82, lebt im Mehrfamilienhaus und telefoniert nur mit Familie und Arzt. Ihr Tarif 1 genügt, wenn selten Handys angerufen werden. Rufen die Kinder oft auf dem Handy zurück, ist Tarif 2 einfacher.
- Tarif 1 Senioren Festnetz: 9,95 €/Monat, Flat ins deutsche Festnetz, Handynetze 0,29 €/Min.
- Tarif 2 Senioren Festnetz Plus: 19,95 €/Monat, Flat ins Festnetz und in alle deutschen Handynetze
- Beide: 24 Monate Laufzeit, Taktung 60/60, keine Anschlussgebühr, 14 Tage Widerruf
- Kein Internet und kein Datenvolumen im Tarif
Rechenbeispiel Tarif 1 mit Telefonbox: 24 x 9,95 € = 238,80 € plus 79,90 € Box plus 6,95 € Versand ergibt 325,65 €. Bei Tarif 2: 24 x 19,95 € = 478,80 € plus 79,90 € plus 6,95 € ergibt 565,65 €.
Was gilt für Fax, Hausnotruf und Alarmanlage?
Geräte, die auf eine Telefonleitung angewiesen sind, sollten Sie vor dem Wechsel prüfen. Sie wurden oft für den klassischen Analoganschluss gebaut. Ob sie über Telefonbox und SIM funktionieren, hängt vom jeweiligen Gerät ab. Wir können dafür keine Garantie geben.
Beim Hausnotruf fragen Sie vorher den Anbieter. Viele moderne Geräte haben eine eigene SIM. Details stehen auf der Seite Hausnotruf. Bei Alarmanlagen mit Telefonwählgerät fragen Sie den Errichter oder Hersteller. Beim Faxgerät testen Sie nach der Umstellung, ob Faxe sicher ankommen.
Wann passt das Angebot nicht?
Das Angebot passt nicht, wenn Sie Internet brauchen. Die Tarife enthalten kein Datenvolumen, und es gibt keinen Router. Wer E-Mail, Videotelefonie oder Streaming will, findet im DSL-Vergleich auf dslvertrag.de passendere Angebote.
Ebenfalls schwierig wird es ohne ausreichenden Mobilfunkempfang am Aufstellort, denn die Gespräche laufen über das Mobilfunknetz. Prüfen Sie den Empfang vorab mit einem Handy genau dort, wo das Telefon stehen soll. Ohne Strom funktioniert die Box nicht. Gespräche, die Sie ständig an andere Geräte binden wollen, sind ebenfalls ein Grund, vorher zu klären.
Checkliste: Typische Fehler beim Wechsel vermeiden
Die meisten Probleme entstehen bei der Rufnummer und beim Stecker, nicht bei der Technik. Mit wenigen Schritten vermeiden Sie das. Wer für die Eltern bestellt, kann eine abweichende Lieferadresse angeben. Mehr zur Mitnahme lesen Sie unter Festnetznummer behalten.
- Prüfen Sie, ob Ihr Telefon schnurgebunden oder schnurlos ist und ob der Stecker passt.
- Testen Sie den Mobilfunkempfang am geplanten Standort.
- Halten Sie für die Rufnummernmitnahme bereit: bisheriger Anbieter, Vorwahl, Rufnummer, Inhaber des Anschlusses (Name muss übereinstimmen).
- Kündigen Sie den alten Vertrag nicht selbst vorab. Lassen Sie ihn kündigen oder warten Sie die Portierung ab, sonst kann die Nummer verloren gehen.
- Bestellen Sie im Formular in vier Schritten: Tarif und Gerät, Rufnummer, Daten, Prüfen.
Die Rufnummernmitnahme ist seit 1. Dezember 2021 für Verbraucher kostenlos.