Ein Hausnotruf braucht Strom und entweder einen Telefonanschluss oder ein Gerät mit eigener SIM-Karte. Ob er an einer Telefonbox funktioniert, hängt vom Gerät ab. Fragen Sie vorher den Hausnotruf-Anbieter. Bei anerkanntem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse derzeit bis zu 25,50 € im Monat. festnetzangebot.de verkauft keinen Hausnotruf, sondern nur den Telefonanschluss ohne Internet.
Was ist ein Hausnotruf und wie funktioniert er?
Ein Hausnotruf verbindet Sie per Knopfdruck mit einer Notrufzentrale. Das System besteht aus drei Teilen: Basisstation, Funkfinger und Zentrale. Die Basisstation steht in der Wohnung und hat Lautsprecher und Mikrofon. Der Funkfinger wird als Armband oder Kette getragen und hat einen Notrufknopf.
Nach dem Druck auf den Knopf baut die Basisstation eine Verbindung zur Zentrale auf. Die Mitarbeiter sprechen mit Ihnen über die Basisstation, auch wenn das Telefon außer Reichweite ist. Je nach Lage verständigen sie Angehörige, Nachbarn oder den Rettungsdienst. Beispiel: Eine 82-jährige Frau lebt allein im Mehrfamilienhaus und stürzt im Flur. Sie drückt den Funkfinger am Handgelenk und wird aus der Wohnung heraus mit der Zentrale verbunden.
- Basisstation: Gerät in der Wohnung mit Lautsprecher und Mikrofon
- Funkfinger: Sender mit Notrufknopf, am Körper getragen
- Notrufzentrale: nimmt den Alarm an und veranlasst Hilfe
Welche Voraussetzungen braucht man für einen Hausnotruf?
Sie brauchen eine Steckdose und eine Verbindung zur Zentrale. Die Basisstation läuft mit Strom. Die Verbindung kommt entweder über einen Telefonanschluss oder über eine eigene SIM-Karte im Hausnotrufgerät.
Einen Pflegegrad brauchen Sie für den Hausnotruf selbst nicht. Er ist nur wichtig, wenn Sie einen Zuschuss der Pflegekasse möchten. Vertragspartner ist der Hausnotruf-Anbieter. Er fragt in der Regel nach Kontaktpersonen und nach der Wohnsituation. Klären Sie mit ihm auch, wie die Zentrale im Notfall in die Wohnung kommt.
- Stromanschluss am Aufstellort
- Telefonanschluss ODER Hausnotrufgerät mit eigener SIM
- Vertrag mit einem Hausnotruf-Anbieter
- Für den Zuschuss: anerkannter Pflegegrad
Funktioniert ein Hausnotruf mit Telefonbox oder SIM?
Das hängt vom Hausnotrufgerät ab. Wir können dazu keine Zusage geben. Viele moderne Geräte haben eine eigene SIM und brauchen dann keinen Telefonanschluss. Ältere Geräte werden dagegen an die Telefondose oder an ein Telefonkabel angeschlossen.
Eine Telefonbox stellt einen Telefonanschluss über eine SIM-Karte bereit. Nach außen gilt eine normale Festnetznummer. Ob Ihr Hausnotrufgerät damit zusammenarbeitet, entscheidet der Gerätetyp. Beispiel: Ein Sohn richtet für seine Mutter in der Zweitwohnung einen Hausnotruf ein. Er nennt dem Anbieter vorab den geplanten Anschluss und lässt sich schriftlich bestätigen, ob das Gerät dort läuft.
Was zahlt die Pflegekasse und wird es vom Pflegegeld abgezogen?
Bei anerkanntem Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse für einen Basis-Hausnotruf derzeit bis zu 25,50 € im Monat. Es handelt sich um ein Pflegehilfsmittel. Als allgemeine Information gilt: Dieser Zuschuss wird nicht vom Pflegegeld abgezogen.
Den Antrag stellen Sie bei der Pflegekasse. Erfragen Sie dort die aktuellen Bedingungen, denn Beträge und Regeln können sich ändern. Liegt der Preis des Anbieters über dem Zuschuss, zahlen Sie die Differenz selbst. Den Preis legt der Hausnotruf-Anbieter fest. Wir nennen dafür keine Zahlen.
Zuschuss und Voraussetzungen klären Sie verbindlich mit Ihrer Pflegekasse.
Notruftaste am Telefon oder Hausnotruf: Was ist der Unterschied?
Eine Notruftaste am Telefon ist kein Hausnotruf. Das Tischtelefon Simvalley (49,90 €) hat eine Notruftaste am Gerät. Sie wählt nacheinander die Nummern, die Sie hinterlegt haben, etwa von Tochter oder Nachbarn. Eine Notrufzentrale gibt es dabei nicht.
Ein Hausnotruf dagegen hat eine Zentrale, die den Alarm annimmt und Hilfe organisiert. Der Funkfinger funktioniert zudem in der ganzen Wohnung. Die Notruftaste am Telefon hilft nur, wenn Sie das Gerät erreichen und jemand abnimmt.
| Merkmal | Notruftaste am Simvalley | Hausnotruf |
|---|---|---|
| Wer wird angerufen? | Hinterlegte private Nummern | Notrufzentrale |
| Funkfinger am Körper | Nein | Ja |
| Sprechen über Basisstation | Nein | Ja |
| Anbieter-Vertrag nötig | Nein | Ja |
| Zuschuss der Pflegekasse | Nein | Bei Pflegegrad möglich |
Welche Fragen sollten Sie dem Hausnotruf-Anbieter stellen?
Stellen Sie die Fragen, bevor Sie einen Vertrag abschließen oder einen Anschluss bestellen. So vermeiden Sie ein Gerät, das am neuen Anschluss nicht läuft. Notieren Sie sich die Antworten.
- Hat das Gerät eine eigene SIM oder braucht es einen Telefonanschluss?
- Funktioniert es an einem Telefonanschluss über SIM-Karte, also an einer Telefonbox?
- Braucht es zusätzlich einen Internetzugang?
- Welche Kosten entstehen einmalig und monatlich?
- Was passiert bei Stromausfall?
- Wie wird der Zuschuss der Pflegekasse beantragt und abgerechnet?
- Was ist bei Umzug oder Rufnummernwechsel zu melden?
Was kostet der Telefonanschluss dazu?
Der Telefonanschluss bei uns kostet 9,95 € (Senioren Festnetz) oder 19,95 € (Senioren Festnetz Plus) im Monat bei 24 Monaten Laufzeit. Eine Anschlussgebühr gibt es nicht. Die Geräte kaufen Sie einmalig. Der Versand kostet 6,95 €, bei Nur SIM 0 €. Die Kosten des Hausnotrufs kommen separat dazu.
Wann Tarif 1, wann Tarif 2? Tarif 1 enthält die Flat ins Festnetz, Anrufe in Handynetze kosten 0,29 € pro Minute. Bei 30 Handy-Minuten im Monat zahlen Sie 8,70 € extra, also 18,65 € insgesamt. Ab etwa 35 Handy-Minuten ist Tarif 2 günstiger, weil er die Handy-Flat enthält.
| Variante | Monatlich | 24 Monate | Gerät + Versand | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Tarif 1 + Telefonbox | 9,95 € | 238,80 € | 86,85 € | 325,65 € |
| Tarif 1 + Nur SIM | 9,95 € | 238,80 € | 0,00 € | 238,80 € |
| Tarif 2 + Telefonbox | 19,95 € | 478,80 € | 86,85 € | 565,65 € |
Beide Tarife haben keine Internet- und Datennutzung, SMS/MMS kosten 0,39 €, die Taktung ist 60/60.
Welche Fehler sollten Sie vermeiden?
Der häufigste Fehler ist, den alten Anschluss zu kündigen, bevor der Hausnotruf umgestellt ist. Gerade bei Geräten, die an der Telefonleitung hängen, sollten Sie erst klären, ob sie am neuen Anschluss laufen. Wer seine bisherige Nummer behalten will, lässt sie portieren und wartet die Übernahme ab. Mehr dazu unter Festnetznummer behalten.
Ein zweiter Fehler: der Mobilfunkempfang am Aufstellort wird nicht geprüft. Die Gespräche laufen über das Mobilfunknetz, ein schwacher Empfang im Keller oder im Flur hilft nicht. Drittens: Ändert sich die Rufnummer, muss der Hausnotruf-Anbieter das erfahren. Auch das Kupfernetz wird schrittweise durch Glasfaser ersetzt. Betroffene werden vorher informiert. Fragen Sie dann Ihren Anbieter, ob das Gerät weiter läuft.
Wann passt unser Angebot nicht?
Unser Angebot passt nicht, wenn Sie Internet brauchen. Die Tarife enthalten weder Internet noch Datenvolumen. Dafür finden Sie Angebote im DSL-Vergleich auf dslvertrag.de. Es passt auch nicht, wenn am Aufstellort kein ausreichender Mobilfunkempfang besteht. Strom brauchen Sie in jedem Fall.
Wir verkaufen keinen Hausnotruf und keine Notrufzentrale. Wir liefern nur den Telefonanschluss. Hat Ihr Hausnotrufgerät eine eigene SIM, brauchen Sie unseren Anschluss dafür nicht. Er bleibt dann ein normaler Telefonanschluss für Gespräche. Mehr zu Anschluss und Technik finden Sie bei analoger Telefonanschluss.